Yoga_Karlsruhe_8-fache Pfad Patanjali

Wahre Ruhe ist nicht Mangel an Bewegung.
Sie ist Gleichgewicht der Bewegung.

Ernst von Feuchtersleben

Der 8-fache Pfad

basiert u.a. auf den Yogasutren des Patanjali (200 v.Chr.– 200 n.Chr.),
in denen das Gerüst des Yoga dargelegt wird:

1. YAMAS – äußere Verhaltensregeln

Ahimsa– Gewaltlosigkeit, keine Gewalt anwenden, weder an anderen noch an sich selbst
.
Satya – Wahrhaftigkeit, nicht lügen
Asteya – Rechtschaffenheit, nicht stehlen
Brahmacarya – reiner Lebenswandel, Mäßigung im Tun, Wollen, Reden, Das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheiden
Aparigrahā – Nicht-Besitzergreifen,
Die Fähigkeit, uns auf das zu beschränken, was wir brauchen, und nur das anzunehmen, was uns zusteht.

2. NIYAMA – innere Verhaltensregeln

śauca – Reinheit,bezogen auf den Körper und bezogen auf den Geist durch Meditation
Samtosha – Zufriedenheit, sich in einem ruhenden Geist üben
Tapas – Askese, Loslösung von der inneren Gebundenheit an die Welt
Svādhyāya – Selbststudium, Selbsterkenntnis
Īśvarapranidhāna – Hingabe an einen vorgestellten Gott, Hingabe an etwas „Höheres“, Vertrauen

3. ASANA – Körperhaltungen

Die ideale Haltung ist stabil und leicht zugleich.

4. PRANAYAMA – Atembewegung

Anreicherung der Lebensenergie durch bewusste Atemlenkung.
Ein unruhiger Atem ist gleichzusetzen mit einem unruhigen Geist.
Prānāyāma: Prāna, die Lebensenergie, Yāma, Kontrolle bzw. Regelung, sowie Ayāma, die Ausdehnung.

5. PRATYAHARA – das Zurückziehen der Sinne

Wenn der Geist in der Lage ist, seine gewählte Richtung beizubehalten und die Sinne sich nicht wie gewöhnlich mit den Objekten, die sie umgeben, verbinden.
Im Zustand von prathyahara folgen die Sinne dem Geist in seiner Ausrichtung.

6. DHARANA – Konzentration

Dharana ist die Praxis, den Geist unter Ausschluss aller anderen Gedanken auf ein äußeres Objekt oder eine innere Idee, zu richten.

7. DHYANA – Meditation

Meditation kann definiert werden als das ungebrochne Fließen der Gedanken auf ein Objekt hin unter Ausschluss anderer Sinneswahrnehmung.

8. SAMADHI – Erleuchtung/Versenkung

Der Geist ist von allen äußeren Formen entleert, alle Aktivitäten des Geistes sind zur Ruhe gekommen.